100 Jahre SV Poxdorf
Festkommers begeistert mit Atmosphäre, Emotionen und Gemeinschaft
Mit einem feierlichen Festkommers hat der SV Poxdorf sein 100-jähriges Bestehen würdig gefeiert und einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr gesetzt. Wochenlange Vorbereitungen lagen hinter den Verantwortlichen, die gemeinsam mit vielen Helfern aus dem Verein für einen gelungenen Abend sorgten.
Eingeladen waren neben den örtlichen Vereinen auch zahlreiche befreundete Vereine aus der Region, insbesondere aus dem Sportbereich. Rund 280 Gäste fanden schließlich den Weg in die festlich
geschmückte Schulturnhalle.
Der Auftakt des Abends begann am Sportgelände. Um 17.30 Uhr gaben die Böllerschützen des Schützenvereins Edelweiß Poxdorf den Startschuss für die Feierlichkeiten. Im Anschluss setzte sich der Festzug in Bewegung. Begleitet von der Blaskapelle Poxdorf marschierten die Vereine gemeinsam zur Halle.
Dort angekommen sorgte die Blasmusik für den musikalischen Rahmen, während die Fahnen unter großem Applaus der Gäste einzogen.
Hinter den Kulissen war zu diesem Zeitpunkt bereits Hochbetrieb. Die Bewirtung wurde von den verschiedenen Abteilungen des Vereins organisiert und mit großem Einsatz gestemmt. Für das Essen sorgte Andreas Stark, der trotz begrenzter Möglichkeiten eine beeindruckende Auswahl auf die Beine stellte. Von Hirschragout über Bratwürste bis hin zu Lasagne war für
jeden Geschmack etwas geboten.
Ein besonderer Einsatz kam dabei auch von Felix Obenauf, der mehrfach zwischen Sportheim und Halle pendelte, um den Nachschub sicherzustellen und so maßgeblich zum reibungslosen Ablauf beitrug.
Vorsitzender Michael Berndorfer begrüßte die Anwesenden Ehrengäste aus Politik, Vereinen und Gesellschaften sowie die zahlreichen Unterstützer und Sponsoren. Im Anschluss wurde in einem würdevollen Moment der verstorbenen Mitglieder
gedacht, die den Verein über Jahrzehnte hinweg geprägt haben.
Für eine gelungene Überraschung sorgte Berndorfer selbst, als er mit Matthias Kauschke, der Teil der Vorstandschaft ist und für den Bereich Gastronomie verantwortlich zeichnet, einen Co Moderator auf die Bühne holte. Gemeinsam führten sie durch ein abwechslungsreiches Programm, das moderne Elemente mit traditionellen Inhalten verband und den Abend kurzweilig gestaltete.
Ein besonderer Programmpunkt war die Vorstellung der Schirmherren. Alfred Reck, Paul Steins und Rudolf Freund begleiten die Feierlichkeiten in dieser Funktion. Die Grußworte wurden stellvertretend von Alfred Reck gesprochen, der dabei auch die Bedeutung des Vereins und die Entwicklung über viele Jahrzehnte hinweg hervorhob. Darüber hinaus sorgte er während des Abends auch als DJ für die musikalische Begleitung.
Für frischen Schwung sorgten anschließend die jüngsten Mitglieder. Unter der Leitung von Justina Grüning begeisterten die Tanzmäuse das Publikum, bevor die minimal älteren Tänzerinnen von Leni Schneider ihr Können ebenfalls zeigten. Mit viel Energie und sichtbarer Freude rissen sie die Gäste mit und wurden mit großem Applaus belohnt.
Eine besondere Idee hatten sich die Verantwortlichen für die Darstellung der Vereinsgeschichte einfallen lassen. Statt einer klassischen Chronik wurde das vergangene Jahrhundert lebendig aufbereitet. Unterstützt durch zahlreiche eingeblendete Bilder über einen Beamer konnten die Gäste den Ausführungen jederzeit gut folgen. Die Themen Erfolge, bauliche Entwicklungen und Feierlichkeiten wurden jeweils anhand von Gesprächen mit prägenden Persönlichkeiten dargestellt. Als Interviewpartner standen dabei Alfred Reck für die baulichen Maßnahmen, Heinz Halmer für die sportlichen Erfolge rund um den Kreisliga Aufstieg sowie Otto Werner für die Feierlichkeiten auf der Bühne. Dabei wurde bewusst weitesgehend frei gesprochen, was dem Programm eine sehr persönliche und lebendige Note verlieh. So wurde unter anderem der Bau des Sportheims ebenso beleuchtet wie sportliche Höhepunkte aus früheren Jahren und besondere Feste, die vielen noch in Erinnerung sind.
Im Anschluss standen die Ehrungen im Mittelpunkt. Mehr als 50 Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. Die Ehrungen wurden durch Vorsitzenden Michael Berndorfer sowie seinen Stellvertreter Fabian Förtsch vorgenommen.
Für 70 Jahre Mitgliedschaft wurden Rudolf Freund, Hans Hofmann, Nikolaus Kaul, Alfred Maier sowie Alfred Marsching geehrt.
Für 65 Jahre wurden Franz Hantl, Erich Hofmann und Günter Güthlein ausgezeichnet.
Auf 60 Jahre Mitgliedschaft blicken Paul Steins, Franz Schneider, Hartwig Hantl, Hans Schäfer, Josef Schmitt, Wilhelm Schneider, Otto Voit und Lorenz Werner zurück.
Für 50 Jahre Vereinstreue wurden Otto Freund, Monika Reck, Alfons Freund, Alfred Reck, Edmund Reck, Maria Vasold, Christine Schneider, Bernd Watolik und Irene Kipp geehrt. Darüber hinaus wurden 31
weitere Mitglieder für ihre 20 bis 40 jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Viele der Geehrten haben den Verein über Jahrzehnte hinweg begleitet und aktiv mitgestaltet, insbesondere beim Aufbau des Sportheims in den 1960er Jahren, das bis heute ein zentraler Treffpunkt des Vereins ist.
Für einen emotionalen Moment sorgte ein eigens produziertes Video, das die Menschen in den Mittelpunkt stellte, die den Verein tragen. Dabei wurde deutlich, dass es viele sind, die man auf den ersten Blick sieht, aber ebenso viele im Hintergrund wirken und den Verein mit ihrem Engagement am Laufen halten. Gleichzeitig wurde gezeigt, wie sich das Sportangebot des Vereins in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat und wie sehr dies zum Wachstum beigetragen hat.
Besonders feierlich wurde es bei den anschließenden Sonderehrungen. Jede einzelne Ehrung wurde individuell gewürdigt und mit Bildern aus verschiedenen Zeiten untermalt. Für viele der Geehrten war dies ein bewegender Moment, der auch bei den Gästen spürbar Eindruck hinterließ. Im Rahmen dieser Ehrungen wurden auch neue Ehrenmitglieder ernannt. Diese besondere Auszeichnung erhielten Marianne Freund, Silvia Debnar, Monika Martin, Alfons Freund, Harald Kauschke, Michael Martin und Otto Freund für ihre langjährigen und herausragenden Verdienste um den Verein.
Auch die Grußworte der Gastvereine und örtlichen Vereine unterstrichen den starken Zusammenhalt in der Region. Neben symbolischen Geschenken wurden Spenden für die Jugendarbeit überreicht. Auch ein Vertreter des BLSV ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren und die Bedeutung des Vereins für den Sport hervorzuheben. Für einen besonderen Hingucker sorgten die Kerwasburschen Poxdorf, die eine rund zehn Meter lange Bandenwerbung übergaben, die nicht nur an diesen besonderen Anlass erinnert, sondern vor allem auch die vereinsübergreifende Zusammenarbeit sichtbar macht.
Den Abschluss des Abends bildete eine große Verlosung mit attraktiven Preisen. Zu gewinnen gab es unter anderem ein E Bike im Wert von 1500 Euro sowie einen Kaffeevollautomaten der Marke Nivona, ergänzt durch Gutscheine vom Gasthaus zur Linde in Effeltrich, dem Freizeitpark Schloss Thurn sowie dem Freizeitland Geiselwind. Darüber hinaus wurden unter anderem fünf Eimer Profiwandfarbe im Wert von jeweils 70 Euro, gesponsert von Felix Obenauf, verlost sowie weitere Sachpreise. Entsprechend groß war die Spannung unter den Gästen. Über den Hauptpreis, das E Bike, durfte sich Michael Preuss freuen, während Johannes Reck den Kaffeevollautomaten gewann. Ein besonderer Dank galt dabei den vielen Sponsoren, die den Verein als Gold, Silber, Bronze und Basis Partner sowie mit Sachpreisen unterstützen.
Mit dem großen Feuerwerk am 5. Januar startete der SV Poxdorf in sein Jubiläumsjahr. Der Festkommers knüpfte nun nahtlos daran an und im Mai soll das große Fest bei hoffentlich bestem Wetter den Höhepunkt bilden. Die Festleitung liegt dabei in den Händen von Otto Werner und Dominik Frister, die gemeinsam mit ihrem Festausschuss bereits intensiv an den Vorbereitungen arbeiten. Vom Schafkopfturnier über einen stimmungsvollen Vatertag mit Blasmusik bis hin zu Rockabend und Mallorca Party ist für jeden etwas geboten. Den Abschluss bildet ein traditioneller Festsonntag mit Gottesdienst, Frühschoppen, Festumzug und Festausklang.
Der SV Poxdorf hat mit diesem Abend eindrucksvoll gezeigt, was ein Verein über Generationen hinweg leisten kann. Gemeinschaft, Engagement und Zusammenhalt standen im Mittelpunkt und machen deutlich, warum der Verein auch nach 100 Jahren lebendiger denn je ist. Ein Blick nach Poxdorf lohnt sich in diesem Jubiläumsjahr auf jeden Fall.